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Der Keller wird gebaut.


Die Bodenplatte wird gelegt.


Der Holzaufbau beginnt.


Es wird...


...richtig gut!

Konzeptionsskizze für das Backhaus an der Windmühle Johanna

Die Windmühle Johanna gehört zu den bedeutendsten Trägern der von der Landwirtschaft geprägten Geschichte der Elbinsel Wilhelmsburg. Sie ist das Wahrzeichen und ein über alle sozialen und parteipolitischen Grenzen hinaus bestehender Identifikationspunkt in der Bevölkerung.

Nach einer aufwendigen Restaurierung der Windmühle 1997-1998 mit einem Kostenumfang von rund 500.000 € erhielt sie auch ihren heutigen Namen „Johanna“.

In der konsequenten Umsetzung des im zuwendungsrelevanten „Nutzungskonzeptes für die Wilhelmsburger Windmühle vom Oktober 1996“ definierten Zieles: „Einrichtung eines Erlebnis-Mühlenmuseums in Verbindung mit einem stadtteilspezifischen Veranstaltungs- und Informationsforum“ gibt es seit 1999 es regelmäßige monatliche Öffnungstage der Mühle und des Mühlencafés. Dazu gehören teilweise Begleitveranstaltungen (z.B. Bilderausstellungen, historisches Schlachtfest, Ostermarkt, Mahlvorführungen) sowie ferner die monatliche Sonderöffnung zum Seniorencafé oder die Teilnahme mit einem Straßenfest am Deutschen Mühlentag. Hinzu kommen Veranstaltungen in Kooperation z.B. mit dem Bürgerverein Wilhelmsburg wie der Plattdeutsche Stammtisch zur Förderung des Plattdeutschen oder Bilderausstellungen.

Neben den Veranstaltungen betreibt der gemeinnützige Wilhelmsburger Windmühlenverein (gegründet 1992) den Aufbau einer musealen Sammlung zum Thema Mühlen- und Mühlentechnikgeschichte mit dem Ziel das Hamburger Erlebnis-Mühlenmuseum zu schaffen.

 

Backhaus – ein weiteres Stück erlebbarer Geschichte

Bestandteil eines solchen umfassenden Erlebnis-Mühlenmuseums ist ein Backhaus mit einem Holzbackofen, in dem dann das bereits schon angebotene „Wilhelmsburger Mühlenbrot“ künftig gebacken werden soll. Ein eigenes Backhaus steigert zu dem auch den Erlebniswert für die vielen Gruppen, insbesondere Kinder- und Schulklassenführungen, da dann der Weg des Getreidekorns vom Mehl bis zur Brotverarbeitung gezeigt und erfahren werden kann.

 Das Backen von Brot an der Windmühle hat Ihre Wurzeln bereits im 18. Jahrhundert. Der damalige Müller Christopf Bünso, so ist es belegt, betrieb von 1756 bis 1775 die „Weißbäckerei“ an der Mühle.

 

Backhaus und Backofen im traditionellen Stil

Vorbild für das an der Windmühle Johanna zu errichtende Backhaus ist das Gebäude „Backhaus vom Riepshof“ bei Otter von 1688 aus des Kreis Harburg, wie es 1958 im Freilichtmuseum Kiekeberg wieder aufgebaut worden ist. Aus Sicherheitsgründen wird bei dem Nachbau in Wilhelmsburg auf das Reetdach verzichtet und stattdessen das Dach mit Ziegeln gedeckt.

Mit der Entscheidung für ein Fachwerkgebäude und einer Ziegeleindeckung wird die Architektur des der Mühle gegenüber liegenden ehemaligen Müllerhauses von 1814 aufgenommen und bildet ein bauliches Gesamtensemble.

 

Standort des Backhauses

Als Standort favorisiert wird die Errichtung des Gebäudes auf einer Teilfläche des liegenschaftseigenen Flurstücks Nr. 2209, dass an dass Mühlengrundstück (Flurstück Nr. 10270) angrenzt.

Die gesamte Teilfläche umfasst ca. 445 qm und ist vom Windmühlenverein mit den darauf befindlichen Schuppen angemietet. Für den Bau wird davon nur ein geringer Teilbereich benötigt.

Von dem Flurstück 2209 weiter ausgespart ist eine Teilfläche von ca. 130qm mit den drei darauf befindlichen Garagen. Hierfür besteht ein Nutzungsrecht zugunsten von Frau Ulrike Hundertmark bzw. ihrem Rechtsnachfolger für die Dauer von 40 Jahren, beginnend ab dem 27.Juni 1996.

Insgesamt ist das Flurstück 2209 im geltenden Bebauungsplan Wb 18 vom 15.11.1994 als Parkanlage und für Oberflächenentwässerung ausgewiesen.

Der Windmühlenverein strebt vorrangig eine Regelung mit Frau Hundertmark an, die es ermöglicht, die drei Garagen in Richtung HausNr. 97a (Flurstück 2213) weitmöglichst zu versetzen und ein neues Nutzungsrecht für die Eigentümerin auf einer Teilfläche einzutragen. Dies ließe die Errichtung des Backhauses auf dem bisherigen Standort der Garagen zu. Das Backhaus würde mit der Eingangsseite (Giebelseite) der Straßenfront zugewandt stehen.

Alternativ könnte, wenn die Garagen nicht versetzt werden können, das Backhaus parallel und längsseitig hinter den Garagen errichtet werden. Die Eingangsseite (Giebelseite) wäre dann Mühle zugewandt.

Finanzierung des Backhauses

Kostenschätzung: ca. 25.000,- € Material

Geldmittel:

  • Spenden: ca. 20.000 €
  • Sachspenden: ca. 11.000 € Architektenleistung Ingenieurbüro Petersen
  • z.Z. nicht bezifferbar Arbeitsleistungen Errichtung des Fachwerks *)
  • z.Z. nicht bezifferbar Arbeitsleistung Maurerarbeiten *)
  • Weitere Eigenmittel des Vereins: ca. 15.000 €

*) Die Arbeitsleistungen werden erbracht im Rahmen von Berufsvorbereitungskursen bzw. von Berufsschulklassen für die Berufe Mauerer und Zimmerer.

Betrieb des Backhauses

Das Backhaus wird vom Wilhelmsburger Windmühlenverein gebaut, baulich unterhalten und betrieben.

Im Rahmen der Öffnungstage wird es dann neben der Demonstration der Getreidevermahlung auch Backvorführungen geben. Darüber hinaus sind Sonderbacktage für Gruppen und Schulklassen vorgesehen.

Der Betrieb erfolgt mit fachlicher Unterstützung der Insel-Bäckerei Cordes. Darüber hinaus ist angedacht, das Backhaus auch der Berufsschule für das Bäcker- und Konditorenhandwerk sowie der Bäckerinnung Hamburg z.B. für Ausbildungszwecke anzubieten.

Die lfd. Fixkosten für die erweitere Gebäude- und Haftpflichtversicherung sowie die lfd. Instandhaltung werden im Rahmen des Gesamtbudgets gedeckt.

Richtfest...


Das Dach ist gerichtet.


Das Dach ist eingedeckt...


...und das Fachwerk wird eingebaut.


Zu guter Letzt: Der Ofen.


Übrigens: Weitere Bilder vom Bau finden Sie in unserer Fotogalerie.